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Bahnhof Bockau CA -Linie Kilometer 58,9

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Bockau (Erzgeb) war die einzige unterwegs Station zwischen Aue und Blauenthal, abgesehen vom kurzen Intermezzo des Haltepunktes Bockau (Erzgeb) Ost im Jahre 1954. Der Bahnhof war mit drei durchgehenden Hauptgleisen und einem Stumpfgleis ausgestattet. Neben zwei Bahnsteigen für den Personenverkehr waren für den Güterverkehr ein Güterschuppen, eine Holzverladerampe und eine kurze Ladestraße vorhanden. Schon in den 1950er-Jahren wurden die Gleisanlagen reduziert. In den 1970er Jahren erfolgte ein zweiter Rückbau, auch wurde der Bahnhof nun als unbesetzer Haltepunkt mit Anschlussstelle eingestuft. Bedingt durch seine Lage abseits des Ortes, hatte er nie eine große Bedeutung im Personenverkehr. Lediglich der Güterverkehr vom nahen Schindlerschen Blaufarbenwerk sowie die Holzverladung sorgten bis in die 70er bzw. 80er Jahre für regen Bahnbetrieb. Nachdem im September 1995 der letzte Zug die Station verlassen hatte wurde es ruhig. Das im sächsischen Länderbahnstiel gehaltene Bahnhofsensemble,...

Papierfabrik Günther & Richter CA-Linie Kilometer 60,7

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Wo der Sosabach in die Mulde mündet, errichteten die Kaufleute Gottfried Günther und Clemens Richter im Jahre 1880 eine Holzschleiferei. Anfangs produzierte die Fabrik weißen Fichtenholzschliff für die Papierindustrie. Nach 1890 wurde mit neu erworbenen Maschinen eigenes Papier hergestellt. Für die Papierherstellung nutzte man das Wasser des Sosabaches. Zum Antrieb der ganzen Maschinen wurde das Wasser der Mulde genutzt, welches über einen eigens angelegten Kunstgraben zur Fabrik geführt wurde. Noch vor der allgemeinen Elektrifizierung in Deutschland nutzte man die Wasserkraft auch zur Erzeugung von Strom und es wurde eine eigene Lichtanlage betrieben. Zum Antrieb der Papiermaschinen nutze man Dampfmaschinen und erst 1975 stellte man auf Elektromotoren um. Die Jahresproduktion erreichte in den 1970er- und 1980er-Jahren eine Menge von ca. 20.000 t Papier. Ende der 1980er Jahre plante man umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen. Dabei war auch eine neue Produktionshalle mit einer neuen rie...

Tunnel Bockau CA-Kilometer 56,2

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Gebaut wurde der Tunnel in den Jahren 1873-1875 im Zuge der Errichtung der Bahnlinie Chemnitz - Aue - Adorf. Dabei holte man sich mit der Firma Gebr. Piazza das nötige Expertenwissen für den Tunnelbau aus Italien. Einige der etwa 300 italienischen Gastarbeiter blieben in den Dörfern der Region und gründeten dort eigene Familien. So kommt es, dass man hier heute noch italienische Namen, wie z.B. Caldarelli oder Molin vorfindet. Um zu einem späteren Zeitpunkt einen zweigleisigen Ausbau der Strecke zu ermöglichen, wurde der Tunnel mit einem entsprechend breiten Querschnitt realisiert. Allerdings wurde das zweite Gleis im Abschnitt Aue - Eibenstock niemals verlegt.  Im Frühjahr 1995 war 219 130-2 mit dem Personenzug RB 8824 Aue - Blauenthal unterwegs, als sie den Tunnel beim Posten 58 verließ.  Foto Markus Ullrich Anderer Blickwinkel ebenfalls 1995 auf 202 250-7 mit der vormittäglichen RB 8811 von Blauenthal nach Aue (Sachs).  Foto Markus Ullrich Nach der Betriebseinstel...

Block Aue Süd CA-Linie Kilometer 53,9

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Nachdem die Ladestelle Auerhammer rechts liegen gelassen wurde verließ die Trasse der CA - Linie in einer langen Linkskurve das Stadtgebiet von Aue. Am Kilometer 53,0 prägte Jahrzehnte neben dem Postenhaus eine Fußgänger Überführung von bzw zum Galerieweg das Bild. Im Anschluss folgte eine seichte weithin einsehbare Rechtskurve. An deren Ausgang das Signal zur einzigen Blockstelle der CA Linie am Kilometer 53,9 Block Toelle, später Block Aue Süd stand. Der Block wurde ursprünglich nach Gustav Toelle einem Maschinen- und Papierfabrikanten benannt. Er errichtet und betrieb ab 1898 neben der Bahnlinie eine Holzschleiferei. Ob jene bereits einen Bahnanschluss besaß konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden. Das benachbarte Granitwerk Weishorn hingegen, sowie der Steinbruch Salzer und der VEB Energiekombinat sorgen für regen Bahnverkehr. Die seit 1967 aufgelassene, nur noch als Wagenübergabestelle (WÜST) betriebene ehemalige Blockstelle, wurde selbst nach der Einstellung des Zugbetriebes zw...

Ladestelle Auerhammer CA-Linie 52,8

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Das heutige Orts bzw. Stadtgebiet von Aue / Auerhammer, gelegen an der Zwickauer Mulde, ging aus einem im 15.oder 16. Jahrhundert angelegten Hammerwerk hervor, Ernst August Geitner, dem 1823 die Herstellung von Argentan gelang, richtete 1829 im stillgelegten Hammerwerk die erste Argentanfabrik Europas mit angegliedertem Walzwerk ein. Geitners Schwiegersohn Adolph Lange führte das Unternehmen unter dem Namen „Sächsische Kupfer- und Messingwerke F. A. Lange“ weiter. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945/46 wurden die Anlagen zu Reparationszwecken demontiert. In den Jahren 1948/49 gelang eine Wiedereinrichtung, des nun verstaatlichten Werkes. Unter neuem Namen VEB Halbzeugwerk, mit neuem Produktionsprofil auf dem Schwerpunkt der Erzeugung von metallen Halbzeugen und Sonderwerkstoffen. 1875 erreichte mit der Eröffnung der sächsischen CA-Linie Chemnitz - Adorf die Eisenbahn den Auerhammer. Am Bahn Kilometer 52,8 wurde eine Abzweigstelle mit Signalen und Fahrdienstleiter Eingerichtet. Spät...

120 Jahre Johanngeorgenstadt - Karlovy Vary

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120 Jahre still und leise ohne Feierlichkeit von Karlsbad nach Johanngeorgenstadt. Die Strecke von Karlsbad hinauf auf den Erzgebirgskamm war zur damaligen Zeit in Etappen und unter großem Aufwand erbaut worden. Am 15.Mai 1899 war schließlich der Erzgebirgische Semmeringbahn fertiggestellt. Nur wenige Monate nach der Einweihung befuhr Kaiser Franz Josef aus Wien die Bahnstrecke in einer Art nochmaliger Weihfahrt zusammen mit hohen Bahnbeamten aus Prag und Regierungsmitgliedern aus Wien. Wenige Tage nach der Aufnahme des Bahnverkehrs  verkehrte am 30. Mai 1899 die letzte böhmische Postkutsche von Johanngeorgenstadt in die Kurstadt. Ein neues Zeitalter war somit angebrochen. Das ganze ist nun schon wieder 120 Jahre her. Anlass genug auf das aktuelle Geschehen zu schauen auch wenn es keinen offiziellen Festakt zum runden Geburtstag gab. Als erstes ein Blick in den Grenzbahnhof Johanngeorgenstadt. Von hier aus sind es 47 Kilometer bis ins Egertal. Die sächsische Bergsta...